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Der Mai – von gelesenen Büchern und einem kaputten Blog

Es ist zwar schon Juni, aber ich möchte trotzdem noch meinen Lese- und Bloggermonat Mai mit euch teilen. Wettertechnisch war der Mai wirklich ein Traummonat – Blogtechnisch für mich leider nicht ganz so traumhaft. Dazu komme ich, nachdem ich euch meine gelesenen Bücher vorgestellt habe.

Gelesene Bücher

Der Mai war für mich nicht so lesereich wie erhofft, da ich auch viel Zeit mit anderen Dingen verbracht habe. Dennoch komme ich immerhin auf 3 ½ Bücher.

Ich habe Alias Grace von der Kanadierin Margaret Atwood angefangen. Mir fehlen noch etwa vierzig Seiten, aber aus Zeitmangel liegt es erst mal unangetastet auf dem Schreibtisch. Ich kann allerdings schon ohne das Ende zu kennen, sagen, dass es mir wahnsinnig gut gefallen hat. Ich war wirklich skeptisch, weil es ziemlich dick und auf Englisch ist. Außerdem hatte ich bisher kein Buch von Margaret Atwood gelesen und wusste nicht, wie gut ich mit ihrem Schreibstil klar komme. Alle Befürchtungen waren absolut unnötig, das Buch hat mich total gepackt. Es ist ganz anders als meine Erwartungen daran und ich finde es meisterhaft, wie Atwood den Protagonisten eine eigene Sprache gibt. Gleichzeitig ist es auch aufwühlend und hat mich noch lange nicht losgelassen, nachdem ich das Buch beiseite gelegt hatte.

liegendes Romancover

Roman High Clear Bell of Morning

 

Da ich im Sommer meine Examensarbeit über kanadische Literatur schreiben werde, bin ich aktuell schwer im Kanada-Fieber und habe ein weiteres Buch einer kanadischen Autorin gelesen. High Clear Bell of Morning habe ich innerhalb weniger Tage verschlungen und kann auch dieses Buch nur empfehlen. Eigentlich habe ich es nur gekauft, weil die Autorin Ann Ericsson in meine Vorlesung zu kanadischer Literatur kommen sollte und ich mir dachte, dann kann ich mir ein Buch signieren lassen. Leider kam alles etwas anders, da sie sich beim Wandern in Wales ein Bein gebrochen hat und nicht mehr zu uns kommen konnte. Also keine Signatur, aber dennoch bereue ich nichts. Das Buch ist sehr interessant und behandelt die Themen Walsterben und psychische Krankheiten bei Menschen. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Geschichte aus zwei Perspektiven geschildert wird: Aus der Perspektive von Ruby bekommt man einen Eindruck wie es ist an einer psychischen Störung zu leiden und aus der Perspektive ihres Vaters erfährt man wie es ist, Angehöriger und zu einem gewissen Grad machtlos zu sein. Ericsson verwebt diese beiden Sichtweisen sehr lebendig miteinander und als kleines Highlight kommen auch immer wieder Zitate aus Moby Dick darin vor.

Buchrücken mit Buchtitel

A Court of Frost and Starlight von Sara J. Maas

 

Das dritte Buch, das ich gelesen habe, war leider eine ziemliche Enttäuschung. A Court of Frost and Starlight hat mir überhaupt nicht gefallen. Die ersten drei Bände der Sara J. Maas Reihe kann ich einschränkungslos empfehlen. A Court of Frost and Starlight hätte sie sich aber meiner Meinung nach getrost sparen können. Für mich fehlte ein klares Handlungskonzept – eigentlich gehen alle nur spazieren in diesem Roman. Es werden ein paar Dinge angerissen und nichts wird zu Ende gebracht und leider entzieht sich dieser Band auch jeglicher tiefgreifenden Bedeutung. Auch dazu kommt noch eine Rezension.

Außerdem lese ich seit einer gefühlten Ewigkeit an… jetzt ist mir glatt der Name entfallen. Das spricht ja wohl Bände darüber wie fesselnd dieses Buch ist….Fifth Business heißt es. Wie gut, dass es noch auf dem Nachttisch liegt. Es ist von einem Kanadier geschrieben und schon etwas älter. Der Anfang hat mir sehr gut gefallen, leider hat es dann stark nachgelassen. Ich werde mich im Juni nochmal ein wenig daran wagen, um zumindest ein bisschen vorwärts zu kommen.

Meine Bücher im Mai waren insgesamt nicht schlecht, aber irgendwie fehlt mir in letzter Zeit ein bisschen der tiefere Sinn im Lesen. Das klingt ein bisschen philosophisch und das ist es sicher auch. In den nächsten Tagen werde ich vielleicht noch darüber schreiben.

Der Mai – für mich eine Blog-astrophe 

Der Mai hatte es blogtechnisch echt in sich. Ich habe nämlich versehentlich den Blog gecrasht und hatte kein ordentliches Backup. Das passiert, wenn man absolut ahnungslos ist wie WordPress funktioniert, aber trotzdem alles selber machen möchte. Deshalb habe ich einige Zeit im Mai mit der Wiederherstellung von romantastisch.de verbracht. Die meisten Beiträge hatte ich noch zusätzlich auf dem PC abgespeichert, aber das hat alles ewig gedauert, was auch daran lag, dass ich erst mal den Support meines Themes kontaktieren musste. Ich habe mein Theme nämlich gekauft, kann es aber natürlich nur einmal installieren. Und das war nur eins der vielen Probleme bei der Wiederherstellung. Vor allem hat es aber auch so lange gedauert, weil ich daheim seit drei Monaten kein WLAN habe und auch nicht jede Sekunde in der Uni verbringen möchte, um dort Internet abzuzapfen. Das WLAN lässt wohl weiter auf sich warten, aber wenigstens der Blog ist wieder da und ich bin echt froh, wieder Beiträge verfassen zu können. Das Positive an der Sache ist, dass ihr auf romantastisch.de jetzt sicher surft. Das seht ihr an dem kleinen grünen Schloss vorne in der Browserzeile. Das stand schon länger auf meiner To-Do Liste, aber ich habe mich nie so richtig getraut aus Angst – Achtung Ironie – dass ich meinen Blog zerlegen könnte. Gut, die Angst war dann auch nicht mehr so präsent, da konnte ich zumindest in Ruhe tüfteln.

Nun ist der Mai rum und ich starte erkältet in den Juni. Eins kann ich schon mal sagen: Im Juni stehen für mich ein paar sehr coole Dinge an. Ich bin in jedem Fall bereit für den neuen Monat.

 

 

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