Als Buchbloggerinnen ist die Bewertung von Büchern quasi unser Hauptgeschäft. Aber Bewertung ist nicht gleich Bewertung. Amazon, Lovelybooks, Goodreads und die Fernsehzeitung. Sie alle machen es vor und viele andere Plattformen handhaben es genauso: Sie liefern eine Bewertung in Punkten. Ob Sterne, Herzen oder Punkte… das Prinzip ist denkbar einfach: Es gibt eine festgelegte Höchstpunktzahl und die Bewertenden können dann eine Punktzahl ihrer Wahl vergeben. Ich finde dieses Bewertungssystem nicht ganz unproblematisch, besonders im Zusammenhang mit der Bewertung von Büchern.

Fehlende Aussagekraft

Ein großes Problem für mich ist, dass ich keine Ahnung habe, was so eine Punktzahl aussagen soll. Manche Bloggerinnen machen eine kleine Legende was ihre Bewertung zu bedeutet hat…. Aber ganz ehrlich: Wenn ich eine Bewertung auf einem Blog lese, dann möchte ich nicht erst eine Erklärung zurate ziehen müssen. Außerdem gibt es einfach keine sinnvolle Unterteilung zwischen den einzelnen Punkten. Was qualifiziert ein Buch für drei Sterne? Es ist ganz gut, aber auch nicht so richtig? Mein Eindruck ist, das viele Bloggerinnen bei der Punktebewertung einfach auf ihr Bauchgefühl hören. Da spricht natürlich nichts dagegen, aber das hat dann für mich als Leserin der Rezension keine Bedeutung, denn das Bauchgefühl wird eben auch von der persönlichen Stimmung beeinflusst. Eine Punktebewertung kann deshalb in keinem Fall eine ausführliche Erläuterung der eigenen Meinung ersetzen.

Fehlende Vergleichbarkeit

Ein Punktesystem vereinfacht die Bewertung in extremem Maße. Wir kennen das alle von der Schulnote. Eine 3 in der Englischarbeit sagt rein gar nichts über meine Englischkompetenz aus, denn ich kann sowohl in der 5. Klasse, als auch in der 10. Klasse eine 3 erhalten und auf einem komplett unterschiedlichen Englischniveau sein. Für mich gilt das auch für Bücher. Wenn ich eine Punktebewertung sehe, dann weiß ich nicht nach welchem Maßstab bewertet wurde. Wenn die Bloggerin noch ein Teenager ist, entspricht ihr Anspruch vielleicht nicht meinem Anspruch, der sich mit der Zeit natürlich verändert hat. Ein Punktesystem gibt darüber keinerlei Auskunft. Deshalb kann man Punktebewertungen unter Bloggerinnen dann nicht vergleichen. Wenn ich einem Buch 3 von 5 Punkten gebe und eine andere Bloggerin kommt zur gleichen Punktzahl bedeutet das noch lange nicht, dass wir beide das Buch auf gleiche Weise empfunden haben. Wir können unterschiedliche Protagonisten mögen, Handlungen ganz verschieden betrachten und uns an unterschiedlichen Stellen gut amüsiert haben.

Noch ein Rechenbeispiel: Mal angenommen ich gebe einem 7 von 10 Punkten. Das bedeutet es überzeugt mich zu siebzig Prozent. Eine andere Bloggerin verwendet ein Bewertungssystem von maximal 5 Punkten. Welche Punktzahl entspricht dann meiner Bewertung in ihrem System? 3,5 von 5? Punktebewerungen lassen ein Vergleich der Leseerfahrung nicht zu.

Meine persönliche Handhabung

Wegen der oben genannten Gründe sehe ich auf meinem Blog von einem Punktebewertungssystem ab. Stattdessen versuche ich meine persönliche Leseerfahrung in Worten wiederzugeben, sodass die Leserinnen nachvollziehen können, was mir gut oder nicht so gut gefallen hat. Ich versuche zu beschreiben, was mich angesprochen hat und wieso mir ein Buch gefällt. So bemühe ich mich dafür zu sorgen, dass andere ihre Meinung mit meiner vergleichen können.

Ich weiß, dass viele Bloggerinnen eine Punktebewertung unerlässlich finden. Wenn ich auf anderen Blogs stöbere, ignoriere ich die Punktebewertung einfach. Ich finde es allerdings unglaublich schade, wenn ich kurze, unaussagekräftige Rezensionen lese, die nach einem Absatz eine Punktebewertung abgeben, die sich mir überhaupt nicht erschließt. Jede Rezension sollte auf jeden Fall ein Fazit in Worten haben, dass nochmal zusammenfasst, wie man auf die Bewertung kommt. Die meisten Rezensionen, die ich lese, sind aber klasse und aussagekräftig.

Wie stehst du zur Bewertung von Büchern und wie handhabst du es auf deinem Blog?

 

29 Comments

  1. Guten Morgen!

    Zu Beginn meines Blogger-Daseins habe ich auch Sterne vergeben. Allerdings ging es mir dann irgendwann ähnlich wie dir: Was sagt das denn schon aus? Mittlerweile bewerte ich das Buch nach Kategorien. Herzensbuch, Leseempfehlung, Zwischending und Chaostheorie. Ich denke, dass schon der jeweilige Name ausdrückt, wie mir das Buch gefallen hat. Allerdings bin ich deiner Meinung, eine gutes Fazit ist das A und O.

    Liebste Grüße
    Wiebi

  2. Ich habe mich auf meinem Blog gegen eine Bewertung mit Punkten entschieden, genau wegen den von dir aufgelistenen Sachen.
    Sicherlich, dass Handwerk kann man objektiv bewerten, aber dennoch spielt dabei noch mehr hinein. In welcher emotionalen Situation hat man sich befunden, als man das Buch gelesen hat, welche Erinnerungen sind damit verknüpft? Zum Beispiel könnte ich Harry Potter und auch Tintenherz nie objektiv bewerten können. Dann gibt es noch den Vergleich zwischen den Romanen, ist das bewertete Young Adult Roman, welches mich glücklich zurückgelassen hat wirklich besser als der Klassiker XY?
    Ich würde das Punktesystem zu tot denken, deswegen lasse ich es. Man kann auch so merken, ob mich ein Werk begeistern konnte oder nicht.
    Liebe Grüße
    Nadine
    #litnetzwerk

  3. Hallo,

    ich weiss, dass ich den Beitrag damals schon gelesen habe, als du ihn veröffentlicht hast. Ich hätte auch schwören können, dass ich ihn schon kommentiert habe, aber dann mache ich es halt jetzt.

    Wer nur auf Bewertungen ausgeht, hat irgendetwas nicht verstanden. Denn um ehrlich zu sein: bei manchen Büchern sind die Bewertung einzig und allein von Fans. Viel lieber lese ich gut fundierte Rezensionen. Dadurch kann ich dann meist auch die Sternebewertung nachvollziehen. Teilweise dann aber auch überhaupt nicht. So kenne ich das zum Beispiel von mir, dass ich bei total guten Büchern nicht nur schwärmen will, sondern auch was kritisiere und so klingt die Rezension viel negativer und wenn ich dann gute Sterne vergebe, korrigiere ich die Rezension nochmals nach. Ich könnte noch so viel dazu sagen, dabei ist dein Beitrag schon sehr gelungen!

    Liebe Grüsse,

    Josia

    #Litnetzwerk

  4. Liebe Lisa,
    als ich vor 4 Jahren mit dem Bloggen angefangen habe, habe ich auch das klassische 5 Sterne Bewertungssystem von Amazon und Co. übernommen. Mit der Zeit habe ich allerdings gemerkt wie mich dieses Bewertungssystem aus den von dir genannten Gründen sehr einschränkt, so dass ich irgendwann darauf verzichtet habe und mich damit viel, viel besser fühle.

    Danke für diesen kritischen Beitrag!

    Liebe Grüße
    Evi

  5. Liebe Lisa,
    ich sehe die Thematik ähnlich. Erst kürzlich habe ich zu einem Bewertungssystem gegriffen, welches meiner Meinung nach, mein Fazit widerspiegelt. Dennoch bin ich stets bestrebt in meinen Rezensionen mit Worten zum Ausdruck zu bringen, was mir gefiel oder eben nicht. Auch in meinem Fazit ist ersichtlich, ob mir und wie mir das Buch gefallen hat. Doch leider bedient der Markt sich weiterhin am „klassischen“ Punktesystem.
    Liebste Grüße
    Nadine | #litnetzwerk

    • Lisa Reply

      Liebe Nadine,
      du hast ganz recht. Im Internet ist vieles auf Punktebewertungen ausgelegt. Punkte reichen nur leider nicht aus, um eine ausführliche Meinung auszudrücken. Aber in vielen Rezensionen ist das ja sehr schön gemacht, deshalb finde ich Punkte da auch nicht schlimm.
      Liebe Grüße 🙂

  6. Unerlässlich finde ich das nicht. Macht für mich jetzt keinen unterschiede ob sie da ist oder nicht, da ich mir eh die komplette Rezension durchlese, wenn mich ein Werk interessiert. Ich selber verwende sie noch, weil ich halt oft lese, dass das für viele so wichtig ist. Aber wie du schon geschrieben hast: Das ist dann eine Bewertung die ich aus dem Bauch heraus treffen, wobei ich zumindest im Fazit begründe, wieso es denn jetzt nur 3 von 5 Punkten geworden ist, um das etwas verständlicher zu machen. Aber wie gesagt: Mir ist am Ende die Rezension an sich wichtig, dass die nachvollziehbar und logisch ist, va alle wichtigen Punkte thematisiert. Denn wenn dann nur ein kurzes Fazit a la Buch hat mir gefallen ,ich gebe 3 von 5 Punkten da steht kann ich damit auch nichts anfangen. Und das ist mir nun schon öfter begegnet. Für mich sind das dann keine Rezensionen mehr, wenn man nicht darauf eingeht was einen gefallen hat, wie die Figuren rüberkamen etc.

    Lg Nicole
    #litnetzwerk

    • Lisa Reply

      Liebe Nicole,
      Ich kann dir da nur zustimmen. Es ist auf jeden Fall toll, wenn du dir die Rezensionen ganz durchliest. Ich denke, das tun die meisten, die extra auf Blogs gehen, um sich über Bücher zu informieren 🙂 Auf Amazon fällt mir da immer wieder diese Unsinnigkeit auf, wo Produkte nur einen Stern bekommen, weil das Paket nicht angekommen ist, oder so. Da sagt es leider wenig über das Produkt aus. Das ist mir aber bei Rezis auf Blogs noch nie begegnet – zum Glück!
      Liebe Grüße
      Lisa

  7. Ich vergebe ungern Punkte, denn sie sagen für mich nichts aus. Auf meinem Blog sucht man deshalb ein Bewertungssystem vergebens. Ich tue mich auf Portalen immer sehr schwer mit der Vergabe von Sternen. Was zeichnet ein Buch aus, das ich ihm 5 Sterne gebe? Und wie schlimm muss ich ein Buch gefunden haben, wenn es nur 1-2 Sterne abbekommt? Ich weiß es nicht.
    LG Kerstin

    • Lisa Reply

      Liebe Kerstin,
      mir geht es da ganz genau wie dir! Punktebewertungen sind einfach schwierig. Aber es spricht ja zum Glück nichts dagegen, auf dem eigenen Blog auf Punkte zu verzichten und stattdessen eine schöne, ausführliche Rezension zu formulieren.
      Liebe Grüße 🙂

  8. Ein spannendes Thema. In den letzten Jahren beobachte ich, dass immer mehr Blogger*innen sich vom Punktesystem abwenden. Ich habe mich auch vor einiger Zeit von den Sternen verabschiedet, weil sie aus meiner Sicht nicht wirklich Aussagekraft besaßen. Denn fast alle Bücher bekamen bei mir 4 bis 4,5 Sterne, dennoch würde ich nicht jedes Buch jeder Person empfehlen. Stattdessen habe ich nun immer einen Block Empfehlung? drin, wo ich ganz konkret benenne, wem ich das Buch empfehlen würde (und wem vielleicht nicht).

    Mir ist bewusst, dass es auch eine Menge Menschen gibt, welche der schnelle Überblick fehlt. Aber ich handhabe es mittlerweile so, dass ich nur zu Büchern Rezensionen schreibe, wo mir auch wirklich etwas einfällt. So dass „mittelmäßige“ Bücher sowieso kaum noch im Blog vertreten sind, sondern fast nur Bücher, die mir sehr gut gefallen haben oder wo ich sehr viel auszusetzen hatte. Und letztlich ist es ja mein Blog.

    • Lisa Reply

      Liebe Elena,
      du hast total recht! Es ist dein Blog und du darfst entscheiden. Ich finde es cool, dass du Empfehlungen aussprichst, an wen sich das Buch richten könnte. Das ist für Blogleser ziemlich hilfreich. Mir geht es auch so, dass mir die meisten meiner Bücher eigentlich gut bis sehr gut gefallen, da ich sie ja bewusst auswähle. Daher machen Punkte eigentlich wirklich keinen Sinn.
      Liebe Grüße 🙂

  9. Hallo liebe Lisa,

    ich bin da ganz bei dir. Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich zu Beginn meines Bloggerdaseins ein Punktesystem hatte. Aber ich hatte genau das Gefühl, dass diese Punkte dem Buch nicht gerecht werden und die Leser der Rezension nicht wirklich mit meinen Punkten klar kamen. Da ich sowieso immer auf die Für und Widers des Buches, so wie ich es empfunden habe, eingehe, stellte ich meine Punktebewertung ein. Es ist übrigens nichts passiert. Also so wichtig waren die Punkte meinen Lesern dann wohl doch nicht. Die Rezensionen werden nach wie vor gelesen.

    Ganz liebe Grüße
    Karin

    • Lisa Reply

      Liebe Karin,
      ja ich habe auch schon ein Punktesystem genutzt und auf Amazon und Goodreads muss ich das ja auch immernoch. Aber auf dem Blog ist mir ohne Punkte mittlerweile einfach lieber, weil ich mir das ganze Hin und Her zwischen den Punkten sparen kann.
      Liebe Grüße
      Lisa

  10. Hallo,
    ich habe die Bewertungen auf meinem Blog vor ca 2 Jahren abgeschafft. Ich finde, dass man Bücher einfach nicht in Sternen, Herzen, etc. bewerten kann. Manchmal stand ich vor einem Buch und wusste nicht ob es jetzt 3 oder doch 4 Punkte „wert“ war. Sollte ich halbe Punkte geben? Das wurde mir einfach nur zu stressig.
    Ich finde, dass durch die Rezension selbst ein großer Teil der Bewertung an den Leser des Beitrags kommt.

    Liebe Grüße
    Lilly

    • Lisa Reply

      Liebe Lilly,
      ich fand diese Punktebewertung auch ziemlich stressig, deshalb bin ich froh, dass ich sie auf dem Blog nicht mehr machen muss. Und die Rezensionen sind auf jeden Fall aussagekräftig genug, da braucht es wirklich keine Punkte, Sterne oder Herzchen.
      Liebe Grüße 🙂

  11. Hallo Lisa,

    ich kann deine Meinung gut nachvollziehen, auch wenn ich sie nicht ganz teile. Für mich gehören Punktebewertungen einfach dazu. Wenn ich Rezensionen lese, überfliege ich sie meist zuerst, schaue mir die Punktebewertung an, lese das Fazit (falls vorhanden) und entscheide dann erst, ob ich die ganze Rezension lesen möchte. Besonders interessant finde ich dabei die Rezensionen, die volle Punktzahl oder nur 1 oder 2 Punkte bekommen haben. Da gibt es meist die interessantesten Gedankengänge.

    Zwar sind, wie du richtig schreibst, die Punkte nicht wirklich vergleichbar und oft nur dann richtig aussagekräftig, wenn man den/die Blogger*in kennt, aber ich halte sie trotzdem für eine gute Richtschnur. Egal, welche Kriterien man anlegt, erkennt man doch, ob ein Buch nun eher für gut oder eher für schlecht befunden wurde. Was konkret zu dieser Wertung geführt hat, gehört dann natürlich in den Text. Einfach nur eine Punktebewertung ohne (richtige) Erklärung/Argumentation mag ich gar nicht. In dem Fall kann ich dann auch kaum etwas mit den Punkten anfangen.

    Auf meinem eigenen Blog habe ich eine Punktebewertung, habe mich mittlerweile aber auch für eine Zusammenfassung meiner Argumentationspunkte entschieden, weil die Punkte an sich manchmal doch (auch für mich, auch auf meinem eigenen Blog) nicht ganz aussagekräftig sind und im Fließtext auch mal ein Punkt untergeht. Daher gibt es bei mir nur noch Punktebewertung plus eine Tabelle mit positiven/ neutralen/ negativen Punkten.

    Liebe Grüße
    Sarah

  12. Guten Abend,
    ich kann deine Argumentation nachvollziehen, sehe das aber für mich anders. Für mich ist die Punktebewertung das Wichtigste auf einem Blog. Rezensionen, die keine Punktebewertung haben es bei mir schwerer, gelesen zu werden. Ich werfe immer als erstes den Blick auf die Punkte. Ich lese sehr gerne 5 Punkte, aber auch 1 oder 2 Punkte Bewertungen. Diese Bewertungen interessieren mich also am meisten und werden tendenziell eher von mir gelesen.
    Aus meiner Sicht ist eine Rezension auf einem Hobby-Blog eh immer einer subjektive Bauchbewertung, egal ob nun Punkte vergeben werden, oder nicht. Genau das macht für mich aber auch den Reiz und Charme von Blogs aus. jeder von uns hat einen anderen Geschmack, und viele schreiben, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Dabei darf man unsachlich ein Buch hochjubeln und 5 Punkte Plus vergeben, aber man darf auch sagen, dass man ein Buch ätzend findet (solange man dabei nicht unter die Gürtellinie schlägt). Das ist das, was ich an Buchblogs mag, dass man absolut subjektiv sein darf.
    Und nein… meine Punktebewertung ist vermutlich nicht stringent. Man wird keinen roten Faden finden… aber, man kann sich darauf verlassen, dass ich Bücher mit 4/5 Federn (sehr) empfehle, von Büchern mit 1 oder 2 Federn abrate und Bücher mit 3 Federn halt ganz gut zu lesen fand. Wer meinen Blog verfolgt und meinen Lesegeschmack kennt, der wird sich von der Anzahl meiner vergebenen Federn zumindest einen ersten Eindruck verschaffen können.
    Und letzten Endes brauche ich die Punkte eh spätestens, wenn ich meine Rezensonen auf anderen Plattformen teilen will, also macht es für mich gar keinen Sinn, sie auf meinem Blog wegfallen zu lassen.
    Hab ein schönes Wochenende
    LG
    Yvonne
    #litnetzwerk

    • Lisa Reply

      Liebe Yvonne,
      ich habe es noch gar nicht aus der Perspektive betrachtet, dass man zum Beispiel lieber positive Rezensionen liest, da ich selbst Rezensionen lese, wenn mir das Buch oder das Cover zusagt, egal wie viele Punkte der/die Blogger/in vergeben hat.
      Ich sehe es auch so, dass Rezensionen immer subjektiv sind, schließlich sind Geschmäcker total verschieden. Eine objektive Bewertung von Büchern halte ich tatsächlich für unmöglich. Aber es ist mir bei Rezensionen trotzdem wichtig, dass der/die Blogger/in gut argumentiert und die Meinung ausführlich darstellt, weil es mir sonst schwer fällt eine Bewertung nachzuvollziehen.
      Liebe Grüße 🙂

  13. Ich bin auch kein Fan von der Punktebewertung. Sie kann für einen ersten Eindruck hilfreich sein (wenn jemand ein Buch mit nur einem Stern bewertet, kann es nicht allzu überzeugt haben), aber sagt letztendlich nicht viel aus.

    In meinen Rezensionen schreibe ich am Ende immer ein kleines Fazit, in dem ich die subjektiven Stärken und Schwächen des Buches aufführe. Außerdem gibt es einen Punkt, den nenne ich „Wem würde dieses Buch gefallen?“ und da versuche ich die Zielgruppe näher zu benennen, z.B. Horrorfans, geübte Fantasyleser, Leseeinsteiger etc.

    • Lisa Reply

      Liebe Sina,
      so eine Zielgruppenbeschreibung habe ich bereits öfter gesehen und finde das ziemlich gut. So kann man den Blogleserinnen und -lesern eine gute Orientierung geben, für wen sich das Buch eignet. Das sagt dann auch sehr viel mehr aus, als eine Punktebewertung.
      Liebe Grüße 🙂

      • Ich vergebe wohl Punkte, aber schreibe natürlich zusätzlich einiges dazu. Ob mit oder ohne Punkten – am Ende des Tages sind alle Rezensionen subjektiv. Am besten finde ich (heute noch gesehen) solche Bewertugen: 1 Punkt/Buch liegt hier ungelesen, ich warte auf Band 2.
        Da fehlen mir die Worte 🙂

  14. Pingback: Bloggestöber | #21 – Advent, Advent – read. eat. live.

  15. Ich finde deinen Beitrag richtig gut! Ich sehe es ganz ähnlich wie du mit der Bewertung von Büchern. Ich vergebe auch keine Sterne in meinen Rezensionen, weil sie keine richtige Aussagekraft besitzen. Fand deine Gedanken dazu spannend 🙂

    • Lisa Reply

      Liebe Moni,
      Danke für deinen Kommentar. Freut mich, dass es dir genauso geht wie mir 🙂
      Liebe Grüße!

  16. Vielen Dank für diese wahren Worte! Ich sehe es genauso wie du und ärgere mich immer ein wenig über Punktebewertungen. Punkte sind nicht nur zwischen Bloggerinnen nicht vergleichbar sondern schon bei einer einzelnen Bloggerin nicht stringent. Ein Buch könnte 3Punkte haben, weil der Inhalt mich zwar nicht gefesselt hat, aber der Autor unglaublich gut mit Sprache umgehen kann. Andersherum könnte ich 3Punkte vergeben, weil der Plot fantastisch ist, aber es leider etwas an der Sprache hapert. Punkte sagen also gar nichts aus, solange ich sie nicht für einzelne Kriterien vergebe.

    Ich verzichte in jedem Fall bei meinen Rezensionen ganz darauf und überlege mir lieber Formulierungen, die meine Meinung fassen, aber auch zeigen für wenn das Buch eventuell besser geeignet wäre 😊

    LG Marie

    • Lisa Reply

      Liebe Marie,
      da hast du total Recht! Den Punkt könnte ich auch noch aufnehmen, ich stimme dir da voll zu. Freut mich, dass du auch auf die Bewertung in Punkten verzichtest 🙂
      Liebe Grüße!

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