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„Höllenkönig“ von James Abbott

Höllenkönig habe ich als Rezensionsexemplar vom Bloggerportal erhalten. Ich hatte es angefragt, weil der Klappentext sehr vielversprechend klang und ich Lust auf ein Fantasybuch hatte, dass nicht die üblichen Klischees bedient. Diese Erwartung hat Höllenkönig nicht ganz erfüllt.

Der Klappentext zu Höllenkönig

Am Gipfel eines verschneiten Berges gelegen, inmitten einer todbringenden Einöde, liegt die Höllenfeste – ein unmenschliches Gefängnis, in dem die schlimmsten Verbrecher der Welt in lebenslanger Haft eingekerkert sind. Doch es sind nicht die Wachen, die die Macht über das Gefängnis in den Händen halten. Es ist der geheimnisvolle Höllenkönig, der die rivalisierenden Häftlinge kontrolliert. Was niemand weiß: Höllenkönig Xavier ist der einzige Verbrecher, der sich freiwillig in Ketten legen ließ. Welches entsetzliche Geheimnis hütet er – und was steht in der geheimen Botschaft, die den Höllenkönig plötzlich seine Ketten sprengen lässt? (Verlagsgruppe Random House)

Meine Meinung

In meiner Vorstellung ging es in dem Buch um einen Mann, der über ein Gefängnis herrscht und ich hatte einen Roman erwartet, der hauptsächlich im Gefängnis spielt. Doch schon zu Beginn von Höllenkönig ist schnell klar geworden, dass meine Vorstellung an der Realität vorbeiging. Xavier bricht aus dem Gefängnis aus und dann ist es irgendwie doch wie jeder andere Fantasyroman gewesen.

Es geht also eher um Xavier und seine Mitstreiter, die versuchen dem bösen Herrscher das Handwerk zu legen. Auch wenn es meinen Erwartungen nicht entsprochen hat, ist das Buch interessant. Mir gefiel besonders gut, dass es mit verschiedenen Gruppen losgeht, die sich im Laufe des Buches treffen und zwischen denen dann eine Verbindung aufgebaut wird. Außerdem kommt das Buch ohne extrem fantastische Fantasyelemente aus, es ist mehr ein Strategie und Kriegsbuch, was mir gut gefallen hat.

Xavier ist anfangs knallhart, aber gleichzeitig auch ein verantwortungsvoller Anführer und es wird schnell klar, dass er in dem Gefängnis eigentlich nichts verloren hatte. Das „große Geheimnis“ was der Höllenkönig haben soll, klärt sich leider auch schon ziemlich schnell. Davon war ich etwas enttäuscht, schließlich wird es auf dem Klappentext so angepriesen, dass ich da echt mehr erwartet hatte.

Das Buch ist relativ lang und James Abbott nutzt die Seiten gut, um eine umfassende Fantasywelt aufzubauen. Er spinnt Intrigen, erschafft verschiedene Völker und erzählt gleichzeitig noch die Geschichte, die zu den aktuellen Umständen geführt hat. Alles in allem kreiert Abbott in Höllenkönig eine interesssante Welt, über die man gerne mehr erfährt.

Meine Lieblingsprotagonistinnen sind die Wolfskönigin Lupara und die Hexe Elysia. Beide sind starke Frauen und sie haben wichtige Rollen im Weltgeschehen. Es gibt nicht viele Frauen in dem Roman und es wird fast gänzlich auf eine Liebesgeschichte verzichtet. Höllenkönig ist also kein romantisches Buch und das hat mir sehr gut gefallen. Nicht jede Fantasygeschichte muss auch eine Liebesgeschichte sein.

Ich fand das Buch angenehm zu lesen und es ist ein gutes Fantasybuch. Leider hat das Buch nicht ganz das gehalten, was der Klappentext versprochen hat. Dennoch ist es lesenswert und ich kann es besonders an alle empfehlen, die gerne strategische Fantasybücher lesen. Außerdem ist es sicher auch was für Menschen wie meinen Freund. Der ist nämlich kein Fan von „Gefühlsduselei“ in Büchern.

Weitere Meinungen zu dem Buch findet ihr bei Ina’s Little Bakery, alexstereads und Fabiennes Bücherwelt. Auch bei den dreien ist die Meinung eher durchwachsen und Ina kritisiert ebenfalls den missverständlichen Klappentext.

 

 

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