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Interview

Interview mit Selfpublishing-Autor Jo Romic

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Ihr Lieben,

der Steampunk-Roman Florence Fanning und die Steampirates hat mich einfach nicht losgelassen. Deshalb wollte ich ein bisschen mehr wissen und habe mich an Jo Romic, den Autor gewandt. Bereitwillig hat er alle meine brennenden Fragen beantwortet und das möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Kannst du dich noch erinnern, was deine erste Idee zu Florence Fanning und die Steampirates war?

Der Autor Jo mit seinem Buch

Bildquelle: Jo Romic

Puh, das ist schwierig. Ich weiß nur noch, dass Florence ursprünglich als zusammenhangslose Serie geplant war. Ähnlich wie Indiana Jones. In jeder Geschichte kommt sie an einen anderen merkwürdigen Ort. Die Suche nach dem Vater, wie im ersten Buch, war dort eher ein loses Ziel, was ich irgendwann erreichen wollte. Da fällt mir ein, dass ich im Zuge dessen mal eine Idee für einen anderen Anfang hatte. Die erste Abenteuergeschichte sollte anfangen, indem Florence als Mann verkleidet unter den Piraten lebt. Als sie enttarnt wird, sollte sie Piraten-Klischee-mäßig von einem Brett springen unter dem Haie warteten. Doch im letzten Moment wird sie gerettet 😀 Damals war die Figur von Florence schon diese Abenteurerin und ihre Heimat hatte keine Rolle gespielt. Man wurde einfach in diese Welt geschmissen.

Da wir jetzt Florence schon angesprochen haben: Woher kam die Idee für diese unglaublich toughe und mutige junge Frau?

Florence war mir zu Beginn eigentlich sehr schnell klar. Ich mochte schon immer starke Frauenfiguren in Filmen und Serien, weshalb es nicht verwunderlich war, dass ich mich für das Projekt „Steampirates“, wie es damals noch hieß, für eine weibliche Figur entschied. Ich mag es zudem auch, mich in Figuren hineinzuversetzen. Es würde mir wohl leichter fallen über einen Mann zu schreiben aber ich finde es spannender mich in anderen Menschen hineinzudenken.

Die Orte im Buch sind total vielfältig. Hast du dich dabei an realen Orten orientiert?

Freut mich, dass es so aufgenommen wird. Genau so sollte es auch sein. Mir war es eigentlich nur wichtig, dass man viele verschiedenen Dinge sieht. Es sollte sich nichts wiederholen und immer irgendwie neu wirken. Direkt mir bekannte Orte hab ich aber nicht mit eingebaut. Es sollte so rüber kommen, als würde man immer wieder einen neuen Planeten besuchen 🙂

Die Steampirates sind dampfbetriebene, brutale Wesen, vor denen sich die Menschen in deinem Buch fürchten und sie repräsentieren die Steampunk-Bewegung. Was fasziniert dich so am Steampunk, dass du ein Buch damit geschrieben hast?

Ich bin generell ein Fan von altem Zeug. Ich liebe zum Beispiel die 20er und 30er Jahre. Dort hast du die schöne Mode und tolle Autos aber bist nicht von Technik beherrscht, wie in unserer Gegenwart. Dasselbe reizt mich auch am Steampunk. Du kannst zwar viel Technik nutzen, wie Roboter o.ä. Aber es ist am Ende immer noch eine recht primitive Welt ohne Computertechnik. Ebenso kann ich meiner Fantasie freien Lauf lassen und verrückte Dinge erfinden.

Kannst du mehr über deinen Schreibprozess verraten? Was macht Spaß, was raubt dir den letzten Nerv? Und schreibst du zu festen Zeiten oder bist du da flexibel?

Am meisten macht es mir momentan Spaß, wenn ich einfach drauflos schreiben kann. Also wenn ich einen fest geplanten Plot habe und dann einfach los schreibe, Figuren reden lasse. Am anstrengendsten finde ich es manchmal zu plotten. Gerade wenn es um spezifische Details geht. Ich plane sehr viel im voraus und entwickle die Story nicht erst beim direkten Schreiben sondern kreiere erst eine Outline, in der alles feststeht. So kann es schon mal sein, dass man an einer Stelle festhängt, weil man nicht weiß, wie man die Situation am besten erzählt. Manchmal löst sich so etwas nach einem Spaziergang am Abend oder erst nach Tagen, zufällig in der U-bahn oder beim Fahrradfahren. Aber es ist trotzdem der aufregendste Teil des Schreibens, weil sich dort alles entscheidet 🙂 Da ich aber nebenher auch arbeite habe ich keine festen Schreibzeiten. Wenn ich plotte, versuche ich täglich ein Stück voran zu kommen. Wenn ich das Skript schreibe, hab ich eine tägliche Wortanzahl, die ich erreichen muss.

Wie kamst du zu der Entscheidung, das Buch selbst zu veröffentlichen?

Ich hatte nie damit gerechnet, dass ein Verlag die Abenteuer von Florence Fanning drucken würde. Schon allein, weil ich ein Anfänger bin. Zudem hat es mich gereizt, jeden Schritt unter Kontrolle zu haben. Niemand konnte mir reinreden. Das hatte natürlich auch den Nachteil, dass ich alle Kosten tragen musste. Das macht sonst ja ein Verlag. Beide Wege haben also ihr Für und Wider.

Und noch eine ganz wichtige Frage zum Schluss: Wie steht es bisher um die Fortsetzung von Florence Fanning und die Steampirates?

Zu diesen Zeitpunkt bin ich im Plot-Modus. Ich arbeite also an der Fortsetzung und hoffe, dass sie im August fertig wird. Das ist zwar ziemlich optimistisch aber ich möchte nicht erst im Winter den zweiten Teil veröffentlichen 🙂

 

Vielen Dank an dieser Stelle noch an Jo Romic für die schönen ausführlichen Antworten. Wenn ihr mehr über  das Buch erfahren möchtet, könnt ihr euch meine Rezension durchlesen.

Außerdem gibt es viele spannende Details zum Projekt „Florence Fanning Teil 2“ auf Jos Facebook SeiteInstagram oder Twitter. Mein großes Highlight ist allerdings der Florence Fanning – Fanshop, mit Shirts, Turnbeuteln und Taschen.

 

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