Neues Jahr – neues Glück. Nach diesem Motto habe ich mir für 2019 ein Leseziel gesetzt. Fünfzig Bücher sollen es werden. Das macht ca. vier Bücher pro Monat, eins pro Woche. Ich kenne mich und weiß, dass ich mich dafür ein bisschen mehr motivieren muss als im letzten Jahr. Aber dafür ist ein Leseziel ja da… wenn es einfach wäre, bräuchte ich mir das Ziel auch nicht setzen.

Wie erwartet wurde es deshalb schon im Januar knapp und ich habe eher langsam ins neue Jahr gestartet. Dennoch habe ich meine vier geplanten Bücher geschafft.

The Importance of Being Earnest and other Stories von Oscar Wilde

Oscar Wilde ist schon lange mein Lieblingsautor. Sein toller Schreibstil und seine unkonventionelle Lebensart haben es mir angetan und deshalb habe ich mich sehr über diese Kurzgeschichtensammlung gefreut. Nach dem Lesen bleibt The Importance of Being Earnest meine Lieblingsgeschichte. Salomé war die einzige Geschichte, die mir nicht so gut gefallen hat. Insgesamt war es ein netter Zeitvertreib und ich habe mir zahlreiche schöne Zitate markiert.

Death of a Salesman von Arthur Miller

Nachdem das Jahr mit Oscar Wilde gut gestartet hatte, folgte die Enttäuschung auf dem Fuße. Arthur Miller hatte ich von The Crucible sehr positiv in Erinnerung. Leider konnte ich mit Death of a Salesman weniger anfangen. Die Thematik ist sehr aktuell: Es geht um einen Verkäufer, der gebeutelt vom Kapitalismus ist und dem der Druck der Gesellschaft zu sehr zusetzt. Dennoch fand ich die Umsetzung arg verwirrend. Es war eine wilde Mischung aus Handlung, Dialog, Rückblick und Halluzination und ich kam nie so richtig rein. Außerdem fand ich die ganze Grundstimmung extrem negativ, da die Protagonisten nur mangelhaft miteinander kommunizierten.

Florence Fanning in der Zwischenwelt von Jo Romic

Die Fortsetzung der Florence Fanning-Reihe hat mir sehr gut gefallen. Nach dem düsteren Ende von Death of a Salesman kam mir Florence aufgeweckte und kämpferische Art gerade recht. Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen, wie ihr auch in meiner Rezension nachlesen könnt.

Leinsee von Anne Reinecke

Mein literarisches Highlight im Januar ist auf jeden Fall die Lesung von Anne Reinecke in Marburg. Sie hat sehr schön gelesen und tolle Textstellen ausgewählt. Daraufhin habe ich das Buch natürlich gelesen und es hat mir wahnsinnig gut gefallen. Ich war erst etwas skeptisch, weil ein Künstlerroman schon recht speziell sein kann, aber Anne Reineckes Buch ist einfach gut. Es ist lustig und ernst zugleich, es erfreut und es macht auch ein wenig traurig und nachdenklich. Eine perfekte Mischung für mein letztes Buch im Januar. Mehr dazu erfahrt ihr in meiner Rezension.

Und damit hab ich die vier Bücher voll und ich bin stolz, dass ich mein Leseziel zumindest im Januar nicht verfehlt habe.

Mein Fazit zum Klassikercamp

Nun noch zum Klassikercamp der lieben Ursula @lese_verliebt. Das Ziel war vermehrt Klassiker zu lesen. So ganz habe ich das im Januar nicht geschafft – nur zwei der vier gelesenen Bücher sind tatsächlich Klassiker. Dank des Klassikercamps habe ich aber wieder mehr Lust und Motivation mich Klassikern zuzuwenden und deshalb möchte ich auch im Rest des Jahres mehr Klassiker lesen. Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden.

5 Comments

  1. Puh 50 Bücher, da hast du echt einiges vor dir, aber ich wünsche dir viel Spaß und hoffe du kannst am Ende ein positives Fazit ziehen und hattest vor allem Bücher die dich begeistert haben ;). Schade, dass im Januar auch eines dabei war, wo du nicht reingekommen bist. Da tue ich mich dann immer unglaublich schwer mich überhaupt zum Lesen zu motivieren und breche dann mittlerweile auch konsequenter ab. Ich habe im Januar leider nur Fachlektüre für die Uni gelesen, privat blieb da keine Zeit mehr. Hoffe das ändert sich nun in den Semesterferien, denn ich habe den ersten Band der Ugly-Reihe angefangen und lese auch immer mal wieder im zweiten Band von Outlander. Das liegt beides somit auf meinem Nachttisch und wartet darauf endlich wieder in die Hand genommen zu werden.

    Dankeschön für dein liebes kommentar Lisa,
    Das freuet mich zu hören, dann wünsche ich dir weiterhin viel Spaß mit der Serie, vor allem wo jetzt die komplette Serie online ist. Will da ja auch irgendwann noch reinschauen, weil sich die Prämisse doch ganz gut anhörte.

    Ich finde vier Bücher auch viel, somit Hut ab. Ich wünschte mir ich hätte abseits von Seminartexten überhaupt was gelesen, aber bin dazu leider nicht gekommen. Aber Fachtexte wälzen ist ja auch lesen und man nimmt da ja auch einiges mit xD.

  2. Liebe Lisa,
    es freut mich, dass du so einen schönen Lesemonat Januar hattest und noch mehr, dass dich »Leinsee« so begeistern konnte. Mich hat das Buch auch überzeugen können <3
    Ich wünsche dir einen ganz erfolgreichen Lesemonat Februar!
    Alles Liebe
    Janika

  3. Guten Abend,

    Ich werde durch meine persönliche Bucket List immer mal wieder an Klassiker erinnert, aber ich verspüre gerade irgendwie wenig Lust im Februar einen Klassiker zu lesen, aber das entscheide ich immer so aus dem Bauch heraus. Ich finde es wichtig sich auch mal mit Klassikern zu berschäftigen, aber es sollte auf gar keinen Fall Zwang sein, das verdirbt irgendwie die Lektüre.

    Liebe Grüße
    Chrissi

    • Lisa Reply

      Liebe Chrissi,
      eine Bucketlist habe ich auch angelegt, allerdings konnte ich mich noch nicht auf 50 Bücher einigen, die auf die Liste sollen 😀 Wenn ich mal keine Lust auf meine Lektüre oder ein bestimmtes Genre hab, dann erzwinge ich es auch nicht! Schließlich soll Lesen ja unbedingt Spaß machen 🙂
      Liebe Grüße 🙂

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