In meinem Leben gibt es kaum eine andere Sache, über die ich mir so viele Gedanken mache wie das Lesen. Was lese ich als nächstes? Lese ich divers genug? Wie durchbreche ich alte Lesemuster. Woher kann ich mehr Zeit zum Lesen nehmen? Habe ich zu viele Bücher, oder vielleicht zu wenig? Eigentlich hat man doch nie genug Bücher, oder?

Auf ein paar dieser Fragen habe ich mittlerweile eine Antwort gefunden und daher werde ich meine Lesegewohnheiten ein bisschen ändern.

Welche Lesegewohnheiten hast Du? Schreib mir gerne einen Kommentar.

Meine Lesezeit verbessern

Gerne lesen und viel lesen sind für mich unterschiedliche Dinge. Ich lese gerne, aber es gibt Momente, da lasse ich mein Buch lieber zugeklappt. Ich schaue auch gerne Serien, sitze viel an meinem PC und meinem Smartphone – und das ist auch okay. Trotzdem möchte ich ein paar Gewohnheiten durchbrechen und so mehr Zeit zum Lesen schaffen.

Weg mit dem Smartphone

Gewohnheitsgemäß liegt mein Handy abends auf dem Nachttisch. Nach einem anstrengenden Tag, an dem ich unermüdlich auf ihm rumgedrückt habe, hängt es am Ladegerät und lädt im wahrsten Wortsinn seinen Akku auf. Und weil ich es auch nach einem langen Tag nicht in Ruhe lassen kann, schau ich immer noch alle 5-10 Minuten mal drauf. Ich könnte ja eine Nachricht verpassen, abends um 22:36 Uhr. Wer’s glaubt!

Darum werde ich jetzt auf jeden Fall abends das Handy ausschalten. Dann lese ich auch einfach mal zwei bis drei Seiten während ich warte, dass mein Freund bettfertig ist. Oder ich lese ein paar Seiten nach dem Aufwachen. Normalerweise würde ich da einfach kurz auf mein Handy schauen – und schon sind wieder dreißig Minuten rum, die ich auch mit meinem Buch hätte verbringen können.

Zur Arbeit pendeln

Von Gewohnheit kann ich hier nicht sprechen, aber neue berufliche Herausforderungen verschaffen mir eine längere Fahrtzeit in Bus und Bahn. Ich habe mir fest vorgenommen, Lese- und Hörzeit einzuplanen, um die Zeit wenigstens sinnvoll zu nutzen. In letzter Zeit habe ich auch immer mal wieder zu Hörbüchern gegriffen. Perfekt für unterwegs! Auch in der Vergangenheit habe ich gelegentlich Hörbücher gehört und den ein oder anderen Hörbuchtipp geteilt.

Besondere Lesemomente

Natürlich geht es nicht nur darum, viel zu lesen. Ich lese eher langsam und ich möchte die Lesemomente in meinem Alltag genießen. Daher werde ich mehr bewusste Momente zum Lesen schaffen – so eine Art Slow-Reading. Ich möchte nicht durch ein Buch hetzen, nur um direkt das nächste anzufangen. Ich habe schon ein paar Ideen für Lesenächte und Lesenachmittage, die ich gerne hier auf dem Blog und bei Instagram teile. Lesen bedeutet Spaß und Entspannung – das möchte ich mir immer wieder vor Augen führen.

Konsumkritisch lesen

Lesen ist mein liebstes Hobby und ich habe einige Bücher angehäuft, an denen wirklich mein Herz hängt. Mir fällt aber auch immer mehr auf, dass mein Kaufverhalten bei Büchern sehr sozial gesteuert ist. Auf Instagram sehe ich immer wieder tolle Empfehlungen und das beeinflusst meine Kaufentscheidungen – bewusst und unbewusst. Außerdem herrscht bei Buchbloggerinnen natürlich auch ein großes Interesse daran, die Buchbranche zu unterstützen. Und wie könnte man das besser machen als durch den Kauf von neuen Büchern?

Leider merke ich aber immer mehr, dass sich dadurch bei mir einige Bücher angesammelt haben, zu denen ich nicht wirklich eine Verbindung habe. Ich sortiere mein Bücherregal schon regelmäßig aus. Trotzdem sind da noch viele Bücher, die ich gelesen und gemocht habe, die aber für mich keinen emotionalen oder Sammlerwert darstellen. Ich habe mir ein paar Maßnahmen überlegt, die mir aus diesem Dilemma heraushelfen sollen.

Digital lesen

Seit fünf Jahren lese ich schon auf meinem E-Reader. Ich hatte erst einen Tolino und jetzt habe ich ein Pocketbook und beide E-Reader habe ich entgegen meiner anfänglichen Skepsis sehr geliebt. Ich lade mir Bücher in der Onleihe herunter, einem Verbund zum Ausleihen von E-Books aus den Stadtbibliotheken. Seit kurzem teste ich das E-Book-Abo von Legimi und ansonsten kaufe ich E-Books, die ich mir direkt herunterladen kann. Oft sind Klassiker so sehr günstig, und auch neuere Bücher sind etwas billiger als die Offline-Version.

Um meinen Konsum kritischer zu hinterfragen, möchte ich vermehrt E-Books lesen. Ich kann mir vorab die Leseprobe herunterladen. Ich kann die Bücher schnell und einfach leihen, ich kann digital markieren und sie nehmen keinen Platz in meinem Bücherregal ein. Das ist sicher nicht für jeden eine gute Lösung und natürlich werde ich auch weiterhin Papier-Bücher kaufen und lesen. Aber ich möchte meine Kaufentscheidungen mehr hinterfragen und bewusster einkaufen.

Bewusster Kaufen

Für andere Bereiche meines Lebens gilt es schon, dass ich versuche nur bewusste Kaufentscheidungen für Produkte zu treffen, die ich wirklich brauche, oder wirklich gerne möchte. Es gibt eine handvoll Produkte in meinem Leben, die jeden Cent wert waren. Und es gibt deutlich mehr Produkte, die ich eigentlich nicht wirklich gebraucht habe… und jetzt verstauben sie in irgendeiner Kiste auf dem Dachboden.

Bei Büchern war ich bisher nicht besonders kritisch. Kaufentscheidungen für Bücher treffe ich aus dem Bauch heraus, wenn mich das Cover oder der Klappentext ansprechen. Oder wenn ich den Namen einer Autorin von Instagram wiedererkenne und es für lesenswert halte. Nicht immer halten meine Spontankäufe was sie erst versprochen hatten. Es kommt auch oft genug vor, dass ein neues Buch dann für unbestimmte Zeit auf meinen SuB (Stapel ungelesener Bücher) wandert. Und nicht alle Bücher kehrern von dort auch wieder zurück.

Zukünftig werde ich versuchen mein Bücherregal nur noch mit Büchern zu füllen, die mir tatsächlich etwas bedeuten. Dazu zählen Klassiker der Weltliteratur, signierte Bücher, Bücher zu denen ich eine besondere Verbindung aufbauen konnte, geschenkte Bücher und Bücher, die in meinem Leben einen besonderen Platz einnehmen. So unterstütze ich immer noch die Buchbranche, schone meinen Geldbeutel und tätige bewusstere Kaufentscheidungen. Ich werde auch versuchen nach und nach meinen aktuellen Bücherbestand zu sortieren und meinen SuB abzubauen.

2021 – neues Jahr, neues Leseglück

2021 wird sozusagen der Feldversuch meines Vorhabens. Mal sehen, ob ich meinen eigenen Erwartungen gerecht werden kann. Wichtig ist für mich vor allem, dass das Lesen weiterhin Spaß macht und nicht mit Druck verbunden ist. Ich werde meine Gewohnheiten und meine gelesenen Bücher auf dem Blog dokumentieren und ich habe einige Ideen für literarischen Content hier auf Romantastisch. Ich freu mich auf den Austausch mit Dir!


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Willkommen auf meinem Blog. Erfahre hier mehr über mich und meinen Blog Romantastisch.

5 Comments

  1. Liebe Lisa,

    die gleichen Fragen stelle ich mir manchmal auch. Liest man zu Mainstream? Sollte es diverser sein? Oder sollte man doch einfach das lesen aus das man Lust hat? Ich denke ein guter Mix aus allen drei ist gut.
    Ich bin gespannt auf deine Aktionen.

    LG Lisi

  2. Pingback: Mein Monatsrückblick: Januar 2020 - Im Buchwinkel

  3. Liebe Lisa

    ich finde mich in vielem wieder. Auch ich möchte meinen Konsum kritischer hinterfragen und das Handy weniger oft zur Hand nehmen.

    Viele Grüße
    Silke

  4. Hey Lisa =)

    das sind ja sehr gute Vorsätze für das neue Jahr. Ein paar davon möchte ich mir auch zu Herzen nehmen. Besonders interessant finde ich deine Idee von Lesenachmittagen und Lesenächte. Wie möchtest du die denn umsetzen?

    Liebe Grüße,
    Nico

    • Lisa Reply

      Hallo Nico,
      ich habe bisher an einigen schönen Lesenächten auf Instagram teilgenommen. Mit Templates und regelmäßigen Leseupdates von allen Teilnehmenden. Das gefällt mir immer sehr gut. Häufig ist lesen ein recht „einsames“ Hobby… Ich schätze das oft sehr, aber ich finde es klasse, dass Bookstagram die Möglichkeit gibt, gemeinsam zu lesen und sich auszutauschen.
      Liebe Grüße 🙂

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