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Irgendwie abgedreht, spannend aber auch etwas langatmig. So würde ich Annika Scheffels Roman Hier ist es schön beschreiben. Zum Inhalt von Hier ist es schön Sam und Irma wurden auserwählt, um den Fortbestand der Menschheit im Weltall zu sichern. Darauf wurden sie zehn Jahre lang vorbereitet. Irma wünscht sich nichts sehnlicher als der langweiligen, zugrundegehenden Welt zu entfliehen und endlich ein Abenteuer zu erleben. Sam kann sich mysteriöserweise nicht an sein Leben erinnern und hat überhaupt keine Vorstellung von der Welt, aber er kennt die Mission und ist ihr verschrieben. Das sollen jedenfalls alle denken. Doch in Wahrheit muss er…

Unverhofft kommt oft – Diese abgedroschene Redewendung beschreibt sehr gut mein Zusammenkommen mit Matt Haigs Roman Reasons to Stay Alive (dt. Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben). Seit ich Matt Haig auf Twitter folge, habe ich bei jedem Tweet von ihm ein stetes Kaufbedürfnis. Seine Tweets sind intelligent, durchdacht und thematisieren häufig wichtige, wenig beachtete Probleme der Gesellschaft, wie zum Beispiel die gesellschaftliche Vorstellung von Männlichkeit oder mentale Gesundheit.

Léon und Louise ist eine besonders schöne Liebesgeschichte, die ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu Ende gelesen habe. Sie beginnt mit der Beerdigung von Léon Le Gall, führt die Leser dann zurück zum 17-jährigen Léon während des endenden ersten Weltkrieges von wo aus wir das Leben von Léon und seine Beziehung zu Louise mitverfolgen können. Léon drehte sich um. Was er sah, war eine junge Frau auf einem alten, ziemlich rostigen Herrenfahrrad, die locker aufrecht im Sattel saß und rasch näher kam; das Quietschen wurde offenbar durch das rechte Pedal verursacht, das bei jeder Umdrehung das Blech des…

Töchter war seit längerem mal wieder ein echtes Wunschbuch auf das ich mich sehr gefreut habe. Auf Instagram habe ich sehr viel darüber gelesen und es ist mir wirklich häufig empfohlen worden. Deshalb habe ich es mir letzten Monat gekauft und nachdem ich erst mal angefangen hatte, habe ich es auch sehr schnell durchgelesen. Zum Inhalt von Töchter Martha und Betty sind um die vierzig und machen sich mit Kurt, dem sterbenden Vater von Martha, auf den Weg in die Schweiz, wo er seinen Tod geplant hat. Allerdings kommt es anders und die drei machen sich in Kurts altem Wagen…

Dennis Lehanes neuer Krimi ist für mich gleichzeitig das erste Buch von Lehane gewesen und nach allem was ich mittlerweile so im Internet gelesen habe, ist es vielleicht nicht das beste Buch um Lehane lieben zu lernen. Aber von vorne: Wer bin ich? Das ist die zentrale Frage mit der sich die erste Hälfte des Buches beschäftigt. Rachel Childs ist erwachsen, ihre Mutter ist tot, ihr Vater ist unbekannt, weil ihre Mutter Rachel zu Lebzeiten darüber im Unklaren gelassen hat wer ihr Erzeuger war. Der zwanghafte Drang Rachels Mutter, ihre Tochter von sich abhängig zu machen, haftet Rachel noch immer…

Der Herbst ist perfekt geeignet für ein paar ruhige, gemütliche Lesestunden. Draußen wird es kälter (also irgendwann mal), drinnen kann man dafür ein paar Kerzchen anzünden und sich in eine bequeme Decke kuscheln. Dafür müssen natürlich die richtigen Bücher her und da mach ich mir so meine Sorgen. Im August und besonders im bisherigen Verlauf des Septembers habe ich schon drei Bücher gelesen, die mich total begeistert haben. Da muss der Herbst schon mit einem ordentlichen Angebot aufwarten, damit meine Lesebegeisterung noch ein bisschen anhält. Darum habe ich mich ein bisschen umgesehen und schon mal eine kleine Liste mit Büchern…

Ein Buch wie Unorthodox habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Es ist die reale Geschichte von Deborah Feldman, die davon erzählt wie es ist in einer strenggläubigen, jüdischen Gemeinde in Williamsburg aufzuwachsen und wie man es schaffen kann, von dort zu entkommen. Das plötzliche Gefühl einer friedlichen Auflösung überkommt mich, die altüberlieferte Offenbarung, die angeblich eintritt, wenn jemandes Buße angenommen wurde. Ich weiß instinktiv, dass ich nicht so hilflos bin, wie einige es sich wünschen, dass ich es von mir selbst denke. In der Unterredung zwischen Gott und mir bin ich nicht unbedingt machtlos. (S. 158) Wie ein eigener…

Diese Buch landete durch Zufall in meinem Bücherregal. Bei einem Gespräch mit einer Mitarbeiterin des Diogenes-Verlags auf der Litblogcon wurde mir das Buch so wärmstens empfohlen, dass ich einfach nicht anders konnte als es mitzunehmen. Und wenn ein Diogenes-Buch bei mir einzieht, muss es natürlich auch gelesen werden. Das habe ich bisher selten bereut und so war auch Sommerfrauen Winterfrauen wieder ein großes Lesevergnügen. New York, New York Was Menschen einander zufügen, interessiert mich am wenigsten in New York. Man lebt in einer Arterie von vielen Kilometern Durchmesser, durch die Blut, Müll, Erinnerung und Scheiße fließt. In New York muss…

Irgendwie bin ich mit guten Büchern meistens spät dran – so auch mit Elefant von Martin Suter. Erst als ich es vor einer Woche zufällig unter den verfügbaren Titeln der Onleihe entdeckte, hab ich zugeschlagen und es direkt mit Begeisterung gelesen. Ein Kinderspielzeug. Ein Elefäntchen, rosarot, wie ein Marzipanschweinchen, aber intensiver. Und es leuchtete wie ein rosarotes Glühwürmchen. Genau darum geht es in Elefant. Mithilfe der Gentechnik ist es nämlich gelungen, einen kleinen, rosaroten Elefanten zu zeugen. Und der hält gleich mehrere Forscher, Ärzte, Obdachlose und Burmesen auf Trapp. Der Erzählstil von Martin Suter ist interessant. Es beginnt mit dem…

Wenn ich mit den Mädchen zusammen war, kam ich aus dem Staunen kaum heraus. Ich staune, weil ich plötzlich Worte fand, um meine lange in mir vergrabenen Geschichten zu erzählen. Ich staunte, weil ich ihnen mein wahres Ich zeigte. Und ich staunte, weil sie mich trotzdem akzeptierten. Einstein – Ein Name der wohl jedem etwas sagt, aber eben vor allem wegen Albert Einstein. Mileva Maric dagegen sagt wohl kaum jemandem etwas, dabei hätte auch aus ihr durchaus eine berühmte Physikerin werden können. Mileva ist eine der ersten Frauen der Welt, die Physik und Mathematik studiert. Dafür hat sie ihre Eltern…