Dieses Zitat aus Romeo und Julia ist weltbekannt, genauso wie das Theaterstück selbst. Romeo und Julia ist wohl die berühmteste Liebesgeschichte aller Zeiten und auch wenn nicht alle das Stück gelesen haben, so kennt doch jeder die Geschichte der unglücklichen Liebenden, die sich gegen ihre Familie behaupteten, um letztendlich wegen eines simplen Missverständnisses zu sterben.

Heute ist Welttag der Poesie und diesen Tag möchte ich hier auf meinem Blog Shakespeare widmen. Shakespeare ist einer der größten Schriftsteller aller Zeiten und seine Werke haben die englische Sprache maßgeblich mitgeformt. Seine Theaterstücke sind unfassbar vielseitig. Einige sehr berühmte Beispiele, wie Romeo und Julia, Hamlet und Macbeth kennt sicher jeder.

Meine zwei Lieblingsstücke von Shakespeare

Shakespeare hat unzählige Stücke geschrieben, die ich nicht mal ansatzweise alle gelesen habe, aber ich habe dennoch zwei sehr lesenswerte Stücke ausgewählt, die ich euch gerne vorstellen möchte.

Romeo und Julia ist eine Liebesgeschichte, die ihresgleichen sucht. Nach klassischer Theatermanier verlieben sich die beiden Hauptfiguren innerhalb weniger Sekunden und von diesem Moment an zählt nur noch ihre Liebe.

Shakespeares poetische Sprache rundet das Leseerlebnis von Romeo und Julia natürlich ab. Zwei bekannte englische Redewendungen gehen zurück auf Romeo und Julia.

„I am a fortune’s fool“

Diese Redewendung bezeichnet jemanden, dem das Schicksal übel mitgespielt hat.

„Wild goose chase“

Wörtlich: Wilde Gänsejagd; Figurativ: Eine unmögliche Aufgabe

Damit ist Romeo und Julia sowohl sprachlich als auch inhaltlich von Bedeutung, selbst heute noch – viele Jahre nach der Uraufführung. Ich liebe die Geschichte und die Sprache. Besonders wenn man sich näher mit dem Stück beschäftigt, entdeckt man viele kleine Details, die es so lesenswert machen. Falls ihr es noch nicht gelesen habt, solltet ihr das unbedingt mal nachholen.

„Fair is foul and foul is fair“

Ein ganz anderes, aber ebenso lesenswertes Shakespeare Stück ist Macbeth. In Macbeth geht es um Könige, Intrigen, Macht und Schuld. Macbeth und seine Frau ermorden den König, weil Hexen ihnen den Thron vorhergesagt haben. Doch sie verlieren den Bezug zur Realität, verzetteln sich immer mehr in ihren Machenschaften und Schuld beginnt sie zu plagen.

Macbeth ist einerseits sehr psychologisch, andererseits auch übernatürlich. Hexen spielen eine wiederkehrende Rolle und es gibt einen Geist. Damit hält sich Shakespeare weniger an die Realität als in Romeo und Julia.

In Macbeth sind auch einige meiner Lieblingszitate von Shakespeare, die einfach sehr schön sein poetisches Talent zeigen.

„By the pricking of my thumbs,
Something wicked this way comes“

“Stars, hide your fires; Let not light see my black and deep desires.”


Pure Poesie

Shakespeares Sprache und der Aufbau seiner Stücke sind sehr poetisch. Neben den Theaterstücken hat er auch Sonette geschrieben, aber auch innerhalb seiner Stücke findet sich immer wieder eine Sonettstruktur. Er wechselt zwischen reimenden Absätzen – häufig wenn Gefühle im Spiel – sind und nicht-reimenden Absätzen, wenn die Dialoge eher neutral zu betrachten sind.

Shakespeare nutzt den Blankvers: nicht reimende Zeilen, die einer Abfolge von betonten und unbetonten Silben sind und sich daher sehr rhythmisch lesen lassen. Wir dürfen nämlich nicht vergessen, dass Shakespeare Stücke geschrieben hat, damit diese aufgeführt werden. Leider geht in der Übersetzung solcher Stücke natürlich einiges verloren, aber es gibt sehr viele fähige Übersetzer, die Shakespeares Stücke auch auf Deutsch zu einem tollen Leseerlebnis machen.

London Ausflugstipp

Wenn ihr die volle Shakespeare Theatererfahrung möchtet, dann besucht unbedingt mal das Globe Theatre in London. Dort werden Shakespeares Stücke so aufgeführt, wie es damals üblich gewesen wäre. Die billigsten Tickets bekommt ihr schon für ein paar Euro, dafür müsst ihr allerdings im Inneren des Theaters stehen, so wie es die einfache Bevölkerung früher getan hat. Besonders authentisch ist die Erfahrung natürlich, wenn es regnet und ihr euch im Regen stehend drei Stunden lang das Stück anschaut – habe ich genau so gemacht. Das Stück war echt toll, aber ich war danach nass bis auf die Knochen.

Shakespeare ist auf jeden Fall zu Recht noch heute als Schriftsteller gefeiert. Habt ihr schon mal ein Stück von ihm gelesen oder im Theater gesehen?

Für mehr Beiträge zum Welttag der Poesie schaut doch mal unter #VikingWorldPoetryDay bei Facebook, Twitter und Instagram. Da findet ihr noch andere teilnehmende Blogger_innen. Viking selbst hat auch eine interessante Hommage an das Schreiben“ verfasst.

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