Buongiorno ihr Lieben zu meiner neuen Rezension. Als mich der Krimi Ein Espresso für den Commissario als Rezensionsexemplar erreicht hat, habe ich mich auf einen spannenden Italien-Krimi gefreut und bin leider enttäuscht worden.

Der Krimi stellt den Auftakt einer Reihe um den Ermittler Pellegrini dar und kommt einfach nicht so recht in die Gänge. Mit 234 Seiten ist er recht kurz und deshalb müsste es eigentlich direkt spannend losgehen. Aber schon der Anfang beginnt eher schleppend. Der commissario steht in einer Bar und macht einen caffè, unterhält sich nett mit ein paar Leuten und auch ich brauche einen Kaffee, damit ich mich nicht in den Schlaf lese. Zum Ende des ersten Kapitels wird dann wenigstens ein Mord erwähnt: Das weckt dann doch meine Aufmerksamkeit.

Ein Toter, wenig Verdächtige

Ein Student wurde in seiner Wohnung ermordet. Könnte es etwas mit der Untermieterin zu tun haben, oder vielleicht doch mit seinem Nebenjob? Nach der Hälfte des Romans bin ich noch ratlos und der Kommissar irgendwie auch. Es gibt kaum Verdächtige und die Personen, die verdächtigt werden, werden den Leser_innen kaum vorgestellt. Neue, spannende Erkenntnisse sucht man auch vergebens. Da frage ich mich: Geht da noch was in der zweiten Hälfte?

Ehrlich gesagt: Nicht so richtig. Der Kommissar ist langweilig und eintönig und es fehlt an Action und Spannung. Stattdessen trinkt der Kommissar einen caffè nach dem anderen, sodass ich mich manchmal fragte, ob das Buch vielleicht italenischen Kaffee promoten möchte. Danach sieht auch die Beschreibung auf dem Buchrücken aus:

Ohne Espresso löst er keinen Fall – und die Kaffeemaschine bedient er mindestens so gut wie seine Dienstwaffe.

Seine Dienstwaffe hätte eher mal häufiger benutzen sollen, dann wäre vielleicht noch sowas wie Spannung aufgekommen…

Es gibt übrigens auch eine coole Person im Roman: Die Ispetricce Claudia. Leider fällt ihre Beschreibung recht kurz aus und auch sonst spielt sie keine wirklich entscheidende Rolle. Da war defintiv noch Potential.

Fazit: eher enttäuschend

Alles in allem ist das kein Krimi, den ich nochmal lesen würde. Die vielen italienischen Wörter wirken affektiert, die Personen bleiben eindimensional und die Spannung fehlt. Außerdem wird zu häufig Kaffee getrunken, das ist einfach kein Thema, das man so ausschlachten muss.

Ein Espresso für den Commissario | Dino Minardi | Kampa | 2019 | 238 Seiten | 14,90€ (D) | Taschenbuch

4 Comments

  1. Also so ganz kann ich die Kritik nicht nachvollziehen. Mir hat’s jedenfalls als leicht Urlaubslektüre gefallen, es war ein Coverkauf. Und wenn ich mir Cover und Klappentext so ansehe, habe ich weder Action noch Spannung erwartet, auch nicht, dass der Commissario viel mit der Waffe herumfuchtelt. Ist bei Brunetti ja auch alles nicht so. Es sieht nach einem gemächlichen Urlaubskrimi aus, mit Essen, auf den See schauen etc.. Das muss man nicht mögen, aber dann ist doch der Inhalt das, was die Verpackung verspricht….?

    • Lisa Reply

      Hallo Petra,
      das kann ich gut nachvollziehen. Bei mir hat das Buch irgendwie etwas andere Erwartungen geweckt, sodass ich dann enttäuscht war.
      Liebe Grüße 🙂

  2. Oh schade, dass dich der Krimi nicht begeistern konnte. Gerade wenn man sich auf ein Buch freut, ist das doch immer sehr enttäuschend, wenn es nicht hält, was es verspricht.

    Zeilentänzerin

    • Lisa Reply

      Ja, manchmal ist das leider so. Aber dafür gibt es ja auch viele sehr gute Bücher, die mich begeistern! 🙂
      Liebe Grüße

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